Wohnmobil aufgebrochen – was tun? Der 7-Schritte-Plan für Polizei & Versicherung
Ein aufgebrochenes Wohnmobil ist ein mieser Moment. Atme einmal durch – und arbeite diese sieben Schritte der Reihe nach ab. So sicherst du Beweise, machst keine Fehler und gibst Polizei und Versicherung alles, was sie brauchen.
Nichts verändern, Tatort sichern
Räum nicht auf und fass möglichst wenig an. Aufgebrochene Türen, Werkzeugspuren und hinterlassene Gegenstände sind Beweise. Je unberührter der Tatort, desto besser für die Spurensicherung.
Fotos und Notizen machen
Fotografiere die Aufbruchstelle, beschädigte Schlösser, den Innenraum und die Umgebung. Notiere Datum, Uhrzeit und den genauen Standort. Diese Dokumentation brauchst du gleich doppelt – für Polizei und Versicherung.
Polizei rufen und Anzeige erstatten
Melde den Einbruch der Polizei und bestehe auf einer Anzeige mit Aktenzeichen. Das Aktenzeichen ist für die Versicherung Pflicht – ohne polizeiliche Anzeige zahlt kaum ein Versicherer bei Diebstahl.
Liste erstellen, was fehlt
Jetzt zeigt sich, ob du vorgesorgt hast. Geh dein Inventar durch und liste jeden gestohlenen Gegenstand mit Bezeichnung, Seriennummer und Wert auf. Mit einer vorhandenen Inventar-Dokumentation dauert das Minuten statt Stunden.
Versicherung umgehend informieren
Melde den Schaden so schnell wie möglich deiner Versicherung – viele Tarife verlangen eine Meldung innerhalb weniger Tage. Halte das polizeiliche Aktenzeichen und deine Schadensliste bereit.
Belege und Werte nachweisen
Die Versicherung will Eigentum und Wert belegt sehen: Rechnungen, Fotos, Seriennummern. Wer das geordnet liefert, bekommt schneller und vollständiger reguliert. Wer suchen muss, verliert Geld und Nerven.
Bericht für Versicherung und Polizei zusammenstellen
Fasse alles in einem strukturierten Bericht zusammen: Fahrzeug, gestohlene Gegenstände, Werte, Belegstatus, Summen. Ein sauberer PDF-Bericht macht aus deinem Schadenfall einen klaren Vorgang – und genau dafür ist CamperProof gebaut.
Häufige Fehler nach dem Einbruch – und wie du sie vermeidest
- Aufräumen vor der Spurensicherung: zerstört Beweise. Erst fotografieren und die Polizei machen lassen.
- Zu spät melden: Versicherer setzen kurze Fristen – eine verspätete Meldung kann die Leistung kosten.
- Geschätzte statt belegte Werte: Ohne Beleg oder Seriennummer kürzt die Versicherung oder lehnt einzelne Posten ab.
- Beschädigtes wegwerfen: Heb aufgebrochene Schlösser und beschädigte Teile auf, bis der Schaden begutachtet ist.
- Reparieren vor Freigabe: Lass das Fahrzeug erst instand setzen, wenn Polizei und Versicherer den Zustand erfasst haben.
Deine Pflichten gegenüber der Versicherung (Obliegenheiten)
Nach einem Schaden hast du gegenüber deiner Versicherung sogenannte Obliegenheiten – Pflichten, die du erfüllen musst, damit voll reguliert wird. Dazu zählen typischerweise: den Schaden unverzüglich anzeigen, ihn gering halten, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben machen und auf Verlangen eine Stehlgutliste (Liste der gestohlenen Sachen) einreichen.
Wie du die Meldung formal richtig einreichst, steht im Ratgeber Schadensmeldung Schritt für Schritt; worauf es bei Beweisfotos ankommt, im Ratgeber Diebstahl-Beweis per Foto.
Warum Vorsorge alles entscheidet
Die bittere Wahrheit: Im Moment des Einbruchs kannst du nichts mehr dokumentieren, was du nicht vorher festgehalten hast. Wer vorher eine Inventarliste mit Seriennummern, Werten und Belegen hat, erstellt den Schadensbericht in Minuten. Wer nicht, kämpft wochenlang mit der Versicherung um jeden Euro.
Am besten sorgst du heute vor – mit einer Wohnmobil-Inventarliste, die im Ernstfall sofort zum Bericht wird.
Beweis statt Angst
Dein Camper-Inventar – im Ernstfall in Minuten bereit
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